Im Sommer 2020 erreichte uns vier kleine Entenküken. Es war damals noch nicht zu erkennen, was aus den Vieren mal werden würde, allerdings fiel uns schon bald auf, dass eines der Kleinen einen sehr watscheligen Gang hatte.
Je größer die Entchen wurden umso klarer wurde, dass es sich nicht wie sonst um Wildenten handelt, sondern um Rasse-Enten. Genauer gesagt Flugenten. Drei Schwarze mit wenig weiß und dann die kleine braune Watschelente, die deutlich kleiner blieb als ihre Artgenossen. Auch Ihr Gefieder wirkte stets etwas zerzaust, nicht so glänzend wie bei den anderen.
Inzwischen mussten wir die zwei Weibchen von den zwei Erpeln trennen, denn für die Avancen der großen Kerle ist die kleine Braune einfach zu schlecht auf den Beinen. Die Füße sind nach innen gedreht, die Beine selbst nach außen verbogen. Die Ente geht nicht wie die anderen ins Wasser, watschelt aber gern hinter ihrer Freundin her.
Für eine Euthanasie hat Watschelente unserer Meinung nach noch zu viel Lebensfreude. Wir suchen einen Gnadenhofplatz für sie, wo sie gemeinsam mit ihrer Freundin vielleicht noch ein paar Jahre genießen kann. Zusätzlich zu einem Auslauf bräuchte diese Ente einen Stall mit weichem Einstreu für die Nacht. Im Winter hat sie bei uns stets ein Rotlicht hängen. Zu einem Erpel können wir sie aufgrund ihrer Behinderung nicht vermitteln. Und wahrscheinlich überflüssig zu erwähnen, aber unsere Entchen sind nicht für den Verzehr gedacht 😉