Püppi und Paula (sind bereits vermittelt)

———————————————————————————- (Paula) Hallo liebes Tierheim, ich melde mich heute aus meinem neuen Zuhause zurück. Hier geht es mir richtig gut! Endlich keine anderen Katzen mehr um mich herum und ganz viel Platz nur für mich alleine. Das gefällt mir! Ich darf überall hingehen (sogar in die Schränke) und auch draußen nach dem Rechten sehen. Und die Menschen machen mir immer freundlich die Tür auf, auch wenn ich nur mal ein bißchen Luft von der Fussmatte aus schnuppern möchte. Ich habe sogar ein eigenes Zimmer. Aber da schlaf ich meist nur nachts oder wenn die Sonne so angenehm auf mein Fell scheint. Ansonsten bin ich gerne da, wo auch die Menschen sind: im Wohnzimmer. Dort kann ich mich überall lang machen, auf allen Decken nach Herzenslust rumtreteln und den Kratzbaum bearbeiten. Manchmal laufen auch Tiersendungen im TV. Dabei habe ich mich letztens ganz schön erschrocken: da war plötzlich so ein komisches Geräusch. Ich dachte, das sei eine andere Katze und ich hab natürlich sofort angefangen sie wegzuknurren. Aber da war gar keine Katze, sondern jemand hat nur Wölfsgeheul nachgemacht. Naja, kann man ja mal verwechseln. Bin ja zum Glück noch nie nem echten Wolf begegnet! Dafür bin ich hier aber ein paar anderen Tieren, die im Garten in einem eigenen Haus leben, begegnet. Die haben ganz lange Ohren und sind fast so groß wie ich: Kaninchen. Ich wollte die beiden einmal spontan besuchen. Allerdings waren die davon nicht so begeistert, denn ich hab sie wohl erschreckt. Da bin ich auch lieber schnell wieder abgehauen. Nicht, dass die dann zu zweit auf mich losgehen. Es reicht schon, dass ich mich gegen die anderen Katzen in der Umgebung durchsetzen muss. Anfangs hab ich schon einige Kratzer abbekommen, aber jetzt wissen alle Bescheid, dass das jetzt mein Revier ist. Schließlich bin ich eine Dame im besten Alter und da haben die jungen Kerle gefälligst Respekt vor mir zu haben! Wenn ich mal nicht rausgehen mag, hab ich hier auch eine nette Beschäftigung gefunden: Bälle werfen. Ich hab sie schon von 1. Stock bis in den Keller befördert! Und manchmal versteck ich die Bälle auch im Schuh oder Leinebeutel; die Menschen sollen ja auch ihren Spaß haben. Tja, liebes Tierheim, wir werden uns wohl nicht mehr wiedersehen! Und wenn doch, dann bringt mich bitte ganz schnell wieder hierher zurück! Und sendet einen lieben Gruß an meine langjährige Wegbegleiterin „Püppi“. Ich hoffe, sie hatte genauso viel Glück mit ihren neuen Zuhause wie ich! Viele Grüße, Eure Paula Hallo, nach fast 3 Wochen will ich Ihnen einen kurzen Bericht über „Püppi“ geben: Püppi heisst inzwischen Lilly oder „Running-Cat“, denn sie ist mein Sensibelchen und immer noch geht sie auf „Nummer sicher“ und versteckt sich auf ihren Kuschelplatz unter dem Sessel, wenn ihr etwas unheimlich vorkommt. Und unheimlich bin immer noch ich, zumindestens im aufgerichteten Zustand! Ansonsten bin ich aber ganz zufrieden (und Lilly, denke ich, auch): sie frisst gut (= kleines Bäuchlein bereits?), nutzt brav ihr Klo (und gräbt sich mit einer Streu-Fontäne dabei bis nach China durch, aber ich hasse Hauben-Klos) und solange ich auf den Boden sitze, spielt sie auch gern mit mir und traut sich dabei sogar oft unter dem Sessel hervor. Seit diesem Wochenende kommt sie sogar abends zum Schmusen aufs Bett und verbringt den Rest der Nacht am Fussende. Aber wehe, wir begegnen uns zufällig in der Wohnung – dann hat sie mich noch nie gesehen!!! Und somit versaue ich ihr jedes Wochenende: immer wenn sie gerade zur Erkundungstour durch die Wohnung oder einem gemütlichen Schläfchen auf dem Bett ansetzt, kommt dieser blöde Mensch vorbei! Aber ich bin mir sicher, auch das wird sich in den nächsten Wochen geben und sie gibt mir dann vielleicht die Chance, sie auch mal auf den Arm zu nehmen, zu bürsten oder zu schauen ob alles bei ihr o.K. ist. Hallo! 7 Monate (!) sind vergangen, seit ich das Tierheim verlassen habe und zu meinem Frauchen gezogen bin. Ich versuche mal, ob es so viel „kätzisch“ versteht, dass ich Euch einen Zustandsbericht senden kann: also leicht habe ich es nicht immer mit meinem Frauchen ! Heute erst wieder: musste sie doch unbedingt – meine Ohren säubern – Krallen stutzen (kann ich doch inzwischen selber! Nur anfangs habe ich sie nicht abgenutzt, da ich lieber in meinen Verstecken sass, statt rauszugehen oder zu spielen). Jetzt darf ich zusehen, wie ich die Krallen wieder schön spitz kriege! – mir irgend so ein Zeugs (Spot-on, Anm. des Frauchens) in den Nacken geben. Diesmal komm ich an die Stelle gar nicht ran, obwohl ich für meine Alter erstaunlich gelenkig bin. – wiegen!!! Ok, ich habe, seit ich von euch weg bin, genau ein Kilo zugelegt und ein kleines Bäuchlein, aber der TA meint, das sei noch in Ordnung. – meine Zähne kontrollieren. Das HASSE ich. Die wollen mir doch nur meine Restzähne auch noch klauen! Seit ich hier bin, sind einmal 3 und vor 4 Wochen 8 (!) Zähne erntfernt worden; mit denen, die ich bei euch bereits gelassen und dem „Mauszahn“, den ich einfach so verloren habe, sind es 14 Zähne. Wie soll eine Katze da noch Beute machen? Frauchen meint, das geht trotzdem. Alterstribut nennt sie das; obwohl der TA mein Alter von inzwischen 13 Jahren anzweifelt und mich auf höchstens 10 Jahre schätzt. Tja, ich schweige dazu. Anfangs hat mein Frauchen sich auch Sorgen gemacht, weil ich immer Kratz- bzw. Leckanfälle hatte. Aber weder Parasiten, organische Ursachen, noch eine Futtermittelallergie waren festzustellen (8 Wochen Ausschluss-Diät, d.h. jeden Tag das gleiche Futter, und Stubenarrest – ich habe ersthaft die Liebe meines Frauchens angezweifelt!). Inzwischen habe ich die Diagnose „Sensibelchen“ und „Neigung zu leichter Hautentzündung“. Ersterem widerspreche ich energisch! Ich bin einfach nur vorsichtig, wenn ich mich, sobald mir etwas unheimlich vorkommt, lieber auf meinen Kuschelplatz unters Bett zurückziehe und abwarte. Wie schnell das Schicksal zuschlagen kann, habe ich ja schliesslich vor gut einem Jahr erfahren müssen, als ich holter-di-polter bei euch gelandet bin! Mein Frauchen meint gerade, die Dinge oben muss ich eben für sie tun, sie macht ja auch Sachen für mich. Ok, muss ich zugeben! – sie hat ganz viel Spielzeug zum „Zusammen-Spielen“ gekauft (ich spiel aber nur mit einem!) – ich darf mit ins Bett und dort wird abends ausgiebig geschmust – über Tag wird auch geschmust, aber abends ist es einfach bombastisch. – ich habe einige Kuschelplätze, extra für mich eingerichtet. – ich fresse schon lange nicht mehr alles, sondern bekomme leckeres – und gesundes (mir egal ) – Futter. – wir haben ein paar Rituale auf deren Einhaltung ich bestehe! – hah, und ich kann, wenn ich will, rausgehen. Frauchen hat extra für mich eine Katzenklappe gekauft, die per implantierten Chip (Dank an euch!) nur mich wieder reinlässt. Und obwohl ich in meinem Fell jetzt einige Pollen reinschleppe und Frauchen einen leichten Heuschnupfen hat, darf ich trotzdem noch überall hin (auch ins Bett. Ich glaube, sie findet das Schmusen auch einfach toll). – und Frauchen sagt mir häufiger, dass sie mich liebhat, mich nie wieder hergibt und nie im Stich lässt (aber sie nennt mich auch immer wieder „Schisser“ !) Fazit ist wohl: Frauchen und ich akzeptieren einfach die Macken des anderen , gehen teilweise unsere eigenen Wege und machen uns die Zeit, die wir zusammen sind einfach nur schön. Gruss von Lilly (bei euch Püppi)  

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