Ob es sich wohl gelohnt hat, dass wir 2024 viele verschiedene Fledermauskästen an Bäumen und Hauswänden auf unserem Gelände aufgehängt hatten? Unser naturnah gestaltetes Gelände mit den insektenfreundlichen Blühflächen und den großen Teichen sollte doch eigentlich ein guter Lebensraum für diese interessanten fliegenden Säugetiere sein. Felix Klein, auf Fledermäuse spezialisierter Biologe, hatte uns damals beraten. Mit Hilfe einiger „Bat-Logger“ hatte er schon 2024 ihre nächtlichen Rufe aufgezeichnet und von den 15 in Schleswig-Holstein vorkommenden Arten bereits die Hälfte bei uns gefunden.
Nun wollte Felix eine Sichtung der Kästen durchführen. Natürlich hat unsere Garten-, Hausmeistergruppe und unsere Wildtierpflegerinnen das Angebot begeistert aufgenommen. Mit Leiter, Taschenlampe und Kamera zogen wir gespannt mit Felix von Kasten zu Kasten. Fledermäuse jagen nachts, tagsüber verstecken sie sich und wechseln dabei häufig den Standort. In vielen unserer Kästen fand sich Kot – sie werden also genutzt! Unsere Freude war groß! Besonders, als wir nicht nur Kot, sondern einige der kleinen Flugkünstler selbst entdeckten. Tierpflegerin Juli sammelte eine Kotprobe und suchte unter dem Mikroskop nach darin enthaltenen Haaren, über die sich die Arten sicher bestimmen lassen. Ergebnis: es handelt sich in diesem Kasten um Mückenfledermäuse, sie sind die kleinste in Deutschland vorkommende Fledermausart.
Felix‘ sachkundige Tipps, wie wir diese im Bestand bedrohten Nachtjäger durch weitere Standorte und besondere Kästen auf unserem Tierheimgelände noch weiter unterstützen können, werden wir in den nächsten Monaten umsetzen.
Ein herzliches Dankeschön für diese tolle Aktion von unserem Tierheimteam!


